Über Neptun

Über Neptun, oder besser: Die Geschichte hinter Neptunsgeschmeide, soll hier berichtet werden. Willkommen zu einer Erzählung über die Anfänge von Neptuns Schatzkammer!
Gemeinsam mit seiner Frau Jen fertigt der Künstler Martin Wolke im Atelier hinter dem 10. Längengrad Kunstvolles aus Zinn. Gürtelschließen, Halsschmuck und Ringe werden in Quarnbek genauso liebevoll gefertigt wie Flaschenstopfen und Knäufe. Dies alles maritim, charmant und einzigartig, denn ANKER, NIXEN, KRAKEN, MÖWEN & MOIN’s wurden für Neptunsgeschmeide von Jen und Martin modern interpretiert. So vermeint man auch inmitten des Großstadtdschungels das Rauschen des Meeres und die Nebelhörner der Ozeanriesen zu vernehmen. Gleich die erste Veranstaltung – der Weihnachtsmarkt Santa Pauli auf der Reeperbahn – hat Neptunsgeschmeide in Hamburg und Umland bekannt gemacht wie der sprichwörtliche bunte Hund. Doch von der ersten Idee bis zur Geburtsstunde von Neptunsgeschmeide war es ein langer Weg. Wie kam es dazu?

Ein eingespieltes Team

Eine alte ausgebaute Scheune in Stampe bei Kiel dient dem kreativen Paar als Atelier. Gemeinsam entwickeln sie hier ihre Ideen für neue Stücke. Sie skizzieren, diskutieren und feilen sprichwörtlich an neuen Entwürfen, bis etwas für gut befunden wird. Anschließend wird es gleich nebenan in der Werkstatt gefertigt und Neptuns Schatzkammer hinzugefügt, bis es für den Versand vorbereitet wird. Dabei sind Jen und Martin ein eingespieltes Team mit idealer Arbeitsteilung.

Jen Wolke

Jen koordiniert neben der Teilhabe am kreativen Prozess den Vertrieb und die Kundenkommunikation. Überdies organisiert sie den Showroom und betreut die Kunden und Besucher. Dabei berät Sie mit Sachverstand und viel Sinn für Details bei der Erfüllung auch ausgefallener Schmuckwünsche. Zusätzlich steuert Sie die Produktion von Neptunsgeschmeide. Für den nötigen Weitblick sorgt hier ihre jahrelange Erfahrung als Leiterin einer Veranstaltungsagentur.
Für „das Handfeste“, wie zum Beispiel Verarbeitung der Gürtelriemen, helfen ihr ihre Ausbildung als Schuhmacherin und ihre Fertigkeiten in der Aufarbeitung von alten Möbelstücken.

Martin Wolke

Martin stammt aus einer Künstlerfamilie (Bildhauer und Goldschmiedin). In den 1990ern studierte er an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel in der Bildhauerklasse von Jan Koblasa.

Seit Abschluss seines Studiums arbeitet er in seiner bildhauerischen Tätigkeit vornehmlich an überlebensgroßen menschlichen Figuren. Diese stehen meist, naturalistisch gearbeitet, in surrealen Situationen und Beziehungen zueinander. Eines seiner bekanntesten Werke ist in Westerland auf Sylt zu sehen: „Reisende Riesen im Wind“. Leuchtend grün und vier Meter hoch begrüßen diese ankommende Reisende auf dem Bahnhofsvorplatz und sind mittlerweile aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.

Von der Kunst zum Handwerk – aus Leidenschaft

„Der Umgang mit verschiedenen Materialien sowie Zeichnen und Gestalten waren schon seit meiner Kindheit immer selbstverständlich“, berichtet Martin. „Außerdem habe ich immer leidenschaftlich Gürtelschnallen gesammelt. Vor zehn Jahren, zum Geburtstag einer Freundin, habe ich die erste Gürtelschnalle entworfen. Ich empfand das Erarbeiten dieser kleinen Skulptur für die Hüfte als sehr befriedigend. Ich konnte hier meine Leidenschaft für die Bildhauerei mit meiner Sammelleidenschaft verbinden – so fing alles an.“

Die Suche nach dem perfekten Werkstoff

„Auf der Suche nach dem richtigen Werkstoff habe ich zu Anfang mit verschiedenen Materialien experimentiert“, erzählt Martin weiter. „Kunststoff war z. B. zu leicht und empfindlich. Zum Glück half mir eine Erinnerung schnell auf die Sprünge. An der Kunsthochschule hatte ich ein Bildhauer-Seminar gegeben. Gemeinsam mit den Studierenden haben wir ein zuvor in Ton modelliertes Porträt in Zinn abgegossen… so hatte ich das passende Material gefunden.“

Zinn – Haltbare Legierung mit edlem Glanz

Warum Zinn? Zinn ist gut zu verarbeiten sowie – mit Wahl der richtigen Legierung – haltbar und fest. Außerdem ist unsere Legierung dank der Zulassung für den Kontakt mit Lebensmitteln bestens für die Herstellung von Schmuck geeignet. Zudem hat die Verarbeitung von Zinn eine etwa 2000 Jahre alte Tradition. Es galt zwar als „Silber des armen Mannes“. Zugleich war es durchaus ein Statussymbol. Es wurde zu Gebrauchsgeschirr verarbeitet und schmückte so die Tafeln gestandener Handwerker und des Bürgertums.

„Bei Neptunsgeschmeide verarbeiten wir eine hochwertige Schmucklegierung mit einem Silberanteil von < 1 %. Dies ist ein Vollmaterial, das sich nach Wunsch immer wieder auffrischen und polieren lässt“, so Martin. „Doch auch der matte Schimmer, der nach einiger Zeit entsteht, hat durchaus etwas für sich.“

Wir finden: Exklusivität braucht kein Edelmetall

Teure Edelmetalle und Juwelen liegen, bei aller Schönheit, nicht in Neptuns Fokus. Jen erzählt über Neptuns Gestaltungsphilosophie: „Wir bei Neptunsgeschmeide konzentrieren uns lieber auf die wertvollen Eigenschaften der künstlerischen Gestaltung. Denn ein Stück vom ersten Entwurf bis hin zum fertigen Unikat unter einem Dach zu gestalten, gibt uns ungeahnte Möglichkeiten und jede notwendige Freiheit. Mit der Fertigung im eigenen Atelier liegt die handwerkliche Qualität und die Erfüllung unseres künstlerischen Anspruchs an eine einzigartige Gestaltung nur in unserer Hand.“

Martin ergänzt: „In der Produktion kamen uns die über die Jahre erlernten bildhauerischen Abformtechniken sehr zugute. Auf Basis einer Zeichnung entstehen Wachsmodelle, welche anschließend abgeformt, gegossen, entgratet, geschliffen und poliert werden. Durch diese Be- und Verarbeitung bekommt jedes Stück einen eigenen Charakter. Wir gestalten hier im besten Sinne gemeinsam Unikate.“ Jen und Martin Wolke. Wirklich ein eingespieltes Team.

Vom Entwurf zum Schmuckstück

Herstellung eines Gürtels

Viele Arbeitsschritte sind nötig, um unsere Motiv Gürtelriemen herzustellen. Ob bei der sorgfältigen Auswahl des Leders, der Färbung oder der Prägung der Motive – wir arbeiten für Euch mit Sorgfalt und Liebe zum Detail. Hier haben wir einmal einige Arbeitsschritte für Euch zusammengestellt. Willkommen im Atelier!